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IBF – Institut für Bank- und Finanzgeschichte Eschersheimer Landstraße 121-123 D-60322 Frankfurt am Main

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© 2016 Institut für Bank- und Finanzgeschichte e.V.,  Frankfurt am Main

Schlüsselereignisse der deutschen Bankengeschichte

Hrsg. von Dieter Lindenlaub, Carsten Burhop und Joachim Scholtyseck im Auftrag des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für bankhistorische Forschung. Stuttgart 2013, 581 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-515-10446-3, € 46.-. Was macht ein Ereignis der deutschen Bankengeschichte zum Schlüsselereignis? Renommierte Autoren aus den Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften haben im Auftrag des Instituts für bankhistorische Forschung e.V. die Entwicklung des Bankwesens von über 500 Jahren analysiert – vom Großkredit der Fugger an das Haus Habsburg 1488 bis zur jüngsten Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2009. Die herausgearbeiteten Fallbeispiele schärfen den Blick für Ereignisse, die entweder Pars pro Toto für allgemeine Entwicklungen stehen – wie etwa die Gründung der Commerz- und Disconto-Bank 1870 für die Ausbildung des deutschen Aktien- und Universalbanksystems oder das Ende des Hauses Mendelssohn 1938 für die ‚Arisierung‘ jüdischer Banken im NS-Staat – oder die Weichen für die mittel- bis langfristige Zukunft stellen – wie das Preußische Sparkassenreglement von 1838 für die Entwicklung der kommunalen Sparkassen oder die Bankenkrise des Jahres 1931 für die staatliche Bankenregulierung. Gemeinsam ist den Schlüsselereignissen der Bankengeschichte, dass in ihnen wichtige Strukturmerkmale des deutschen Geld- und Bankensystems besonders sichtbar angelegt waren oder durch diese bestimmt wurden.

Deutsche Bankiers des 20. Jahrhunderts

Hrsg. von Hans Pohl im Auftrag des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für bankhistorische Forschung. Stuttgart 2008, 488 Seiten, 30 Abbildungen, Leinen mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-515-08954-8, € 41.-. In 30 prägnant gefassten Biografien beschäftigen sich renommierte Historiker und Finanzexperten mit führenden Persönlichkeiten aus allen Sparten des deutschen Kreditwesens. Der Kreis der Bankiers reicht dabei von Max M. Warburg über Hermann Josef Abs bis Jürgen Ponto. Über ihr Wirken im eigenen Unternehmen hinaus stellen die Beiträge auch ihr Engagement für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik heraus. In den individuellen Lebensläufen dieser exponierten Persönlichkeiten, die das Wirtschaftsleben entscheidend prägten, werden die Zäsuren und Brüche der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts in besonderer Weise fassbar. Mit Portraits von Hermann Josef Abs, Karl Blessing, Fritz Butschkau, F. Wilhelm Christians, Hanns Deuß, Georg Draheim, Johann Christian Eberle, Wilhelm von Finck, Carl Fürstenberg, Carl Goetz, Jakob Goldschmidt, Arthur von Gwinner, Otto Hauck, Karl Helfferich, Alfred Herrhausen, Iwan David Herstatt, Hans Luther, Paul Lichtenberg, Albert von Metzler, Alwin Münchmeyer, Alfred von Oppenheim, Robert Pferdmenges, Jürgen Ponto, Karl Rasche, Hjalmar Schacht, Otto Schniewind, Curt Joseph Sobernheim, Emil Georg von Stauß, Max Warburg, Oscar Wassermann.

Kapitalmarktpolitik im Wiederaufbau. Der westdeutsche

Wertpapiermarkt zwischen Staat und Wirtschaft 1945–1957

Von Thorsten Beckers. Band 26 der Schriftenreihe des Instituts für bankhistorische Forschung e.V. Stuttgart 2014, 445 S., kartoniert, ISBN 978-3-515-10807-2, € 66.-. Der westdeutsche Wiederaufbau nach 1945 erforderte umfangreiche gesamtwirtschaftliche Investitionen. Anfang der Fünfzigerjahre war die große Diskrepanz zwischen Kapitalnachfrage und -angebot das wirtschaftliche Kernproblem der jungen Bundesrepublik, bei dem sich der "funktionsunfähige" Wertpapiermarkt als größtes Sorgenkind entpuppte. Thorsten Beckers betrachtet die Rolle, die der Wertpapiermarkt in der Investitionsfinanzierung und Kapitalbildung zwischen 1945 und 1957 einnahm, und analysiert, welchen Einfluss die umfangreichen finanz- und geldpolitischen Maßnahmen hatten, mit denen der Staat auf den drohenden Kapitalmangel reagierte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der reglementierte Wertpapiermarkt nach 1945 aus ordnungspolitischer Perspektive behandelt wurde: Konnten sich Marktbefürworter oder die Anhänger lenkungswirtschaftlicher Maßnahmen durchsetzen? In der traditionell von der Bankengeschichte geprägten deutschen Forschung eröffnet der Band eine neue Perspektive auf die Wiederaufbaufinanzierung sowie die Stellung des organisierten Kapitalmarkts in der Bundesrepublik.

Ländlicher Kredit. Kreditgenossenschaften in der Rheinprovinz

(1889-1914)

Von Frauke Schlütz, Band 25 der Schriftenreihe des Instituts für bankhistorische Forschung e.V. Stuttgart 2014, 471 S., kartoniert, ISBN 978-3-515-10439-5 , € 60,-. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden im Übergang vom Agrar- zum Industriestaat ländliche Kreditgenossenschaften. Frauke Schlütz analysiert erstmals auf der Basis der Originalquellen der Genossenschaften und anhand eines breiten Samples die Entstehung und Entwicklung der Kreditgenossenschaften in den Jahren 1889 bis 1914 – am Beispiel der ehemaligen bergischen Kreise Gummersbach, Waldbröl und Wipperfürth. Sie untersucht die Gründungsgeschichte und Initiatoren (wie etwa den Landwirtschaftlichen Verein und die Bauernvereine), die Bedeutung der regionalen Genossenschaftsverbände für den Ausbau des Genossenschaftswesens und die innere Ausgestaltung der Kreditgenossenschaften, die Statuten, aus denen sich die Regeln und Verfahren der Kreditvergabe ableiteten sowie das operative Aktiv- und Passivgeschäft. Ein besonderer Blick gilt auch den genossenschaftlichen Zentralkassen als ‚Ausgleichstellen‘ für die Primärgenossenschaften. Zudem werden Leitung und Kontrolle durchleuchtet, hier insbesondere die Revision durch die Genossenschaftsverbände und die Entwicklung der Revisionspraxis.

PUBLIKATIONEN

BUCHVERÖFFENTLICHUNGEN

Sozialreformer, Modernisierer, Bankmanager. Biografische

Skizzen aus der Geschichte des Kreditgenossenschaftswesens

Hrsg. vom Institut für bankhistorische Forschung e. V. München 2016, 492 S., Leinen mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-406-68357-2, € 38,-. Anhand von Porträts führender Akteure des Genossenschaftswesens führt dieses Buch in die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende Geschichte der Volks- und Raiffeisenbanken ein, ohne diese auf ihre „Wegbereiter“ Raiffeisen und Schulze-Delitzsch zu reduzieren. Einem modernen biographischen Ansatz folgend, spannen die Biographien einen weiten, über die Person hinausgehenden Bogen. Sie zeigen, dass die Entwicklung genossenschaftlicher Institutionen, über die weite Bevölkerungskreise Zugang zu Kredit und damit Anteil an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufstiegsmöglichkeiten erhielten, auf der Initiative Vieler beruhte und nicht ohne die Kenntnis der rechtlichen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen verstanden werden kann. So entfaltet dieser Band eine Gesamtschau der vielfältigen Einflüsse und Impulse, die von den porträtierten Persönlichkeiten ausgingen und zu Wegmarken in der Geschichte der Kreditgenossenschaften wurden. Weitere Informationen zum neuen Sammelband "Sozialreformer, Modernisierer, Bankmanager” finden Sie im "Profil"-Interview mit Professor Bernd Rudolph.

Die Geschichte der DZ BANK. Das genossenschaftliche

Zentralbankwesen vom 19. Jahrhundert bis heute

Hrsg. vom Institut für bankhistorische Forschung e. V. München 2013, 607 S., Leinen mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-406-64063-6, € 38,-. Die DZ BANK ist das Spitzeninstitut der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland und zählt zu den wichtigsten Kreditinstituten des Landes. Ihre Geschichte ist der breiteren Öffentlichkeit nahezu unbekannt. Ein internationales Team von Wirtschaftshistorikern legt nun die erste Gesamtdarstellung vor. Die Wurzeln der DZ BANK liegen im genossenschaftlichen Zentralbankwesen des 19. Jahrhunderts, vor allem in der 1895 gegründeten Preußischen Zentralgenossenschaftskasse. Den genossenschaftlichen Finanzinstituten kommt seit ihrer Gründung eine große Bedeutung für die Kreditversorgung weiter Wirtschaftskreise zu, und sie haben entscheidend zur Herausbildung des Stabilitätsfaktors "Mittelstand" in Deutschland beigetragen. Die Geschichte der Kreditgenossenschaften ist jedoch von der wirtschaftshistorischen Forschung bisher wenig beachtet worden. Das gilt ebenso für die Rolle des kreditgenossenschaftlichen Zentralbankwesens. Diese Lücken zu schließen, ist das zentrale Anliegen dieses Buches. Die Autoren spannen den Bogen von den Gründervätern, vor allem Hermann Schulze-Delitzsch, Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Wilhelm Haas, bis in die Gegenwart und betten die Geschichte des genossenschaftlichen Zentralbankwesens ein in die allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen.

Die Backlist der IBF-Veröffentllichungen

Die Backlist der IBF-Veröffentlichungen reicht bis zu Publikationen des Jahres 1971 zurück. Bis 2002 erschienene Buchtitel können – sofern nicht vergriffen – antiquarisch bezogen werden. Über ein breites Sortiment an Publikationen des Instituts für bankhistorische Forschung verfügt: Antiquariat Wilhelm Hohmann Furtbachstraße 18 D-70178 Stuttgart Tel.: (0711) 572328 Fax: (0711) 6572914 E-Mail: mail@oeconomie.de Internet: www.oeconomie.de Ab 2002/03 erschienene Werke sind über den Buchhandel zu beziehen. Für weitere Fragen zum Bezug von Publikationen des IBF steht Ihnen gerne die Geschäftsstelle des Instituts zur Verfügung.
NEUVERÖFFENTLICHUNG
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100 Jahre Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands

1916-2016

Hrsg. vom Institut für Bank- und Finanzgeschichte e. V. Stuttgart 2016, 309 S., gebunden, ISBN 978-3-515-11411-0, € 44,-. Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) gehört zu den Spitzenverbänden der deutschen Kreditwirtschaft. 1916 als Verband deutscher öffentlich-rechtlicher Kreditanstalten gegründet, vertritt der VÖB im Jahr seines 100-jährigen Bestehens 63 Mitgliedsinstitute, darunter die Landesbanken sowie die bundes- und ländereigenen Förderbanken. Auf der Grundlage bislang noch nicht ausgewerteter Quellen stellen renommierte Wirtschaftshistoriker und Ökonomen in diesem Band anschaulich und wissenschaftlich fundiert die Geschichte des VÖB dar. Damit liegt erstmals eine von unabhängigen Forschern geschriebene Gesamtdarstellung der Geschichte der Interessenvertretung öffentlicher Banken vor. Eingebettet in die allgemeine Entwicklung des politischen und wirtschaftlichen Umfelds der Weimarer Republik, der NS-Zeit und der Bundesrepublik Deutschland sowie in die Epoche der europäischen Integration, richten die in diesem Buch vereinten Beiträge den Blick auch auf das von der Wirtschaftsgeschichte bislang kaum beachtete Verbandsgefüge der deutschen Kreditwirtschaft.